Imagen de: Qué es una rave: de las naves ilegales a los festivales
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Was ist ein Rave? Von illegalen Hallen bis zum Festival

„Rave“ ist eines dieser Wörter, die jeder benutzt und kaum jemand gleich definiert. Für die einen ist es eine illegale Party in einer Halle irgendwo im Nirgendwo, für die anderen jede Party mit elektronischer Musik, und für viele Veranstalter ein Schlagwort, um Tickets zu verkaufen. Ein Blick in die Geschichte hilft zu verstehen, was ein Rave wirklich ist und warum das Wort bis heute zieht.

Woher das Wort kommt

Im Englischen heißt to rave so viel wie fantasieren oder toben. Schon in den Fünfzigern und Sechzigern nannte man in London ausgelassene Partys der Jugend raves. Die heutige Bedeutung entsteht aber Ende der Achtziger, als das Wort mit einer ganz bestimmten Art Party verbunden wird: groß, nachts, mit elektronischer Musik und außerhalb der üblichen Clubs.

1988: der Sommer, der alles veränderte

1988 kam Acid House nach Großbritannien und löste den sogenannten Second Summer of Love aus. Tausende junge Leute trafen sich in Lagerhallen, Hangars und auf Feldern, um die ganze Nacht zu tanzen. Angekündigt wurden die Partys über Telefonnummern und Treffpunkte, der genaue Ort kam erst in letzter Minute, damit die Polizei nicht dazwischenging.

Innerhalb weniger Jahre kamen Zehntausende. Die britische Regierung war so beunruhigt, dass 1994 ein Gesetz erlassen wurde, mit dem Versammlungen im Freien mit Musik aus „repetitiven Beats“ aufgelöst werden konnten. Die Rave-Szene antwortete mit noch mehr Partys und mit Protesten.

Raves in Deutschland

In Deutschland bekam Rave nach dem Mauerfall eine ganz eigene Bedeutung. In Ost-Berlin standen plötzlich leere Fabriken, Bunker und Keller zur Verfügung, und genau dort entstanden Clubs wie Tresor und unzählige illegale Partys. Gleichzeitig wurden Raves zur Massenbewegung: Die Mayday füllte ab 1991 große Hallen, und die Love Parade brachte in den späten Neunzigern über eine Million Menschen auf die Straße.

Vieles davon wanderte später in legale Clubs, Großraves und Festivals. Die Free-Party-Szene mit Open Airs im Wald oder am See gibt es aber bis heute.

Was einen Rave ausmacht

Abgesehen von der Frage, ob legal oder nicht, gibt es ein paar Merkmale, die den Rave-Geist ausmachen:

  • Elektronische Tanzmusik: Techno, Acid, Hardcore, Jungle und Verwandtes.
  • Ungewöhnliche Orte: Hallen, Lager, Wiesen, Bunker.
  • Lange Dauer: von der Nacht bis weit in den Vormittag.
  • Gemeinschaft: das Gefühl, zu etwas dazuzugehören, das über die Party hinausgeht.
  • Der DJ als Führung, nicht als Star.

Was ist ein Rave heute?

Heute wird das Wort sehr breit benutzt. Manche Veranstalter nennen legale Partys in Industriehallen Rave und greifen die Ästhetik der Neunziger auf, Festivals nutzen das Wort als Marke, und Free Partys gibt es weiterhin. Gemeinsam ist allen die ursprüngliche Idee: ein Ort zum Tanzen ohne die Regeln der normalen Disco.

Große Formate findest du unter Techno-Festivals, alle Partys der nächsten Wochen in der Techno-Agenda für Deutschland.

Vor deinem ersten Rave

  1. Informier dich über das Event: wer veranstaltet, ob es genehmigt ist und was es vor Ort gibt.
  2. Plan den Heimweg, vor allem wenn es außerhalb der Stadt ist.
  3. Nimm Wasser, Ohrstöpsel und etwas Warmes mit: Hallen und Wiesen werden morgens kalt. Was sonst noch in die Tasche gehört, steht in Was zum Rave mitnehmen.
  4. Pass auf deine Leute auf: Auf großen Geländen verliert man sich schnell.

Häufige Fragen

Was ist ein Rave?

Eine Party mit elektronischer Musik, meist lang und an einem ungewöhnlichen Ort, mit starkem Gemeinschaftsgefühl.

Woher kommt das Wort Rave?

Vom englischen to rave, toben oder fantasieren. In London nannte man so schon in den Fünfzigern wilde Partys, seit Ende der Achtziger steht es für elektronische Musik.

Sind Raves illegal?

Nicht unbedingt. Viele Partys, die sich Rave nennen, sind genehmigte Veranstaltungen. Free Partys ohne Genehmigung können dagegen illegal sein.

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