Imagen de: Puntos violeta y espacios seguros en las fiestas de techno
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Awareness auf Partys: was ein Awareness-Team macht und wie du Hilfe bekommst

Die Techno-Tanzfläche will ein freier und sicherer Ort sein. Das passiert aber nicht von allein: Publikum, Clubs und Veranstalter müssen etwas dafür tun. Awareness-Teams sind in Deutschland eines der wichtigsten Werkzeuge, um sexualisierte, sexistische, rassistische und queerfeindliche Übergriffe auf Partys und Festivals zu verhindern und Betroffene zu unterstützen.

Wenn du in Gefahr bist oder angegriffen wurdest, ruf 110 (Polizei) oder 112. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr kostenlos unter 116 016 erreichbar.

Was ist ein Awareness-Team?

Ein Awareness-Team ist eine Gruppe geschulter Menschen auf einer Veranstaltung, oft gut erkennbar an Westen, Armbändern oder einem festen Ort im Club. Dort kann jede:r:

  • Hilfe holen, wenn man einen Übergriff oder eine Belästigung erlebt oder beobachtet hat.
  • Begleitung und Unterstützung bekommen, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
  • Einen Rückzugsort finden, wenn alles zu viel wird.

Viele Berliner Clubs und Festivals arbeiten seit Jahren mit Awareness-Konzepten, und immer mehr Veranstaltungen in ganz Deutschland ziehen nach. Das Grundprinzip: Die Wahrnehmung der betroffenen Person zählt.

Was zählt als Übergriff?

Nicht nur körperliche Gewalt. Auch:

  • Anfassen ohne Zustimmung.
  • Aufdringliches Anmachen, einschüchternde Kommentare oder Blicke.
  • Fotos oder Videos ohne Erlaubnis.
  • Etwas in Getränke mischen.
  • Jede Situation, in der du dich bedroht fühlst.

Wenn es dir passiert

  1. Geh weg von der Person und such einen Ort mit mehr Menschen oder mit Personal.
  2. Hol dir Hilfe: beim Awareness-Team, bei der Security oder bei jeder Person, die im Club arbeitet.
  3. Bleib nicht allein: such deine Freund:innen oder jemanden, dem du vertraust.
  4. Im Ernstfall ruf 110 oder 112.

Wenn du es beobachtest

  • Schau nicht weg: Dein Eingreifen kann viel verändern.
  • Sprich die betroffene Person an und frag, ob sie Hilfe braucht.
  • Sag dem Personal oder dem Awareness-Team Bescheid.
  • Respektier, was die Person will: Begleiten heißt nicht, für sie zu entscheiden.

Sichere Räume über das Awareness-Team hinaus

Viele Techno-Clubs setzen zusätzlich auf:

  • Türpolitik, die aggressives Verhalten aussiebt. Mehr in So kommst du an der Clubtür vorbei.
  • Klare Regeln gegen Belästigung, sichtbar am Eingang.
  • Fotoverbot zum Schutz der Privatsphäre: warum, erklären wir in Clubs ohne Handy.
  • Geschultes Personal für Unterstützung und Vermittlung.

Alle diese Maßnahmen gehen auf eine Idee zurück, die in der Clubkultur tief verankert ist: die Tanzfläche als Schutzraum. Mehr dazu in Techno und Politik und in den ungeschriebenen Regeln der Tanzfläche.

Bevor du feiern gehst

  • Informier dich, ob die Veranstaltung ein Awareness-Team oder ein Konzept gegen Übergriffe hat.
  • Merk dir beim Ankommen, wo es ist, so wie Ausgang oder Garderobe.
  • Vereinbart einen Treffpunkt in eurer Gruppe.

Große Events findest du unter Techno-Festivals. Wenn du allein unterwegs bist, lies auch Allein zur Techno-Party.

Häufige Fragen

Was macht ein Awareness-Team?

Es unterstützt Menschen, die auf einer Veranstaltung Übergriffe, Belästigung oder Diskriminierung erleben oder beobachten, und bietet einen Rückzugsort.

Was tun bei Belästigung im Club?

Weggehen, Hilfe beim Personal oder Awareness-Team holen und Menschen suchen, denen du vertraust. Im Ernstfall 110 oder 112 anrufen.

Hat jede Party ein Awareness-Team?

Nein. In Berlin und auf Festivals ist es immer häufiger, aber es lohnt sich, vorher nachzusehen.

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