Imagen de: Techno en Berlín: del Muro a los clubs que cambiaron Europa
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Techno in Berlin: von der Mauer zu den Clubs, die Europa veränderten

Detroit hat Techno erfunden, Berlin hat ihm ein Zuhause gegeben. Heute ist die Stadt ein Synonym für Techno: Clubs, die Freitag öffnen und Montag schließen, legendäre Schlangen und eine Clubkultur, die die Deutsche UNESCO-Kommission 2024 ins Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen hat. Ohne ein historisches Ereignis wäre davon nichts passiert: den Fall der Mauer.

1989: eine Stadt voller leerer Räume

Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Über Nacht stand Ost-Berlin voller verlassener Gebäude: Fabriken, Bunker, Kraftwerke, Kaufhauskeller. Niemand wusste so genau, wem sie gehörten oder was damit passieren sollte.

Für eine Generation junger Leute aus beiden Teilen der Stadt war das eine Chance. Eine Party in einem leeren Keller aufzuziehen war einfach, billig und im rechtlichen Durcheinander der Wiedervereinigung kaum zu verbieten.

Der Soundtrack der Wiedervereinigung

Die Musik auf diesen Partys kam aus Detroit. Der Maschinen-Sound, den Juan Atkins, Derrick May und Kevin Saunderson in einer niedergehenden Industriestadt geschaffen hatten, passte perfekt zu einer Stadt, die sich auf den Ruinen einer anderen Zeit neu baute.

Techno hatte außerdem etwas Symbolisches: Musik ohne Text, ohne Fahne und ohne Vergangenheit, die junge Leute aus Ost und West teilen konnten, die bis vor kurzem in verschiedenen Ländern gelebt hatten. Auf der Tanzfläche passierte die Wiedervereinigung früher als irgendwo sonst.

Die Clubs, die alles veränderten

UFO

Schon vor dem Mauerfall eröffnete Dimitri Hegemann 1988 das UFO, einen illegalen Club in einem Keller in Kreuzberg, in den man durch eine Bodenluke stieg. Einer der ersten Orte der Stadt für die neue elektronische Musik.

Tresor

1991 eröffneten Hegemann und sein Team den Tresor im Tresorraum eines alten Kaufhauses an der Leipziger Straße. Die Wände voller Schließfächer und der brutale Sound machten ihn zum Mythos, und die Verbindung nach Detroit holte Jeff Mills oder Underground Resistance nach Berlin. Mehr dazu in unserem Artikel über den Tresor.

E-Werk und die Neunziger

Ein ehemaliges Umspannwerk, das E-Werk, wurde zu einem weiteren Tempel des Jahrzehnts. Clubs, Hallen und kurzlebige Partys gab es bald in der ganzen Stadt.

Berghain

2004 eröffnete das Berghain, Nachfolger des Ostgut, in einem riesigen Heizkraftwerk in Friedrichshain. Strenge Tür, Fotoverbot und Sets über viele Stunden machten es zum bekanntesten Techno-Club der Welt.

Die Love Parade: Techno geht auf die Straße

Im Juli 1989, ein paar Monate vor dem Mauerfall, organisierte Dr. Motte eine kleine Demo mit elektronischer Musik unter dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“: die Love Parade. Über die Jahre wurde daraus ein Massenumzug, der zeitweise über eine Million Menschen in die Innenstadt brachte. Die ganze Geschichte steht in Love Parade: Aufstieg und Fall.

Was die Berliner Clubkultur einzigartig macht

  • Extrem lange Partys: Manche laufen das ganze Wochenende ohne Pause.
  • Türpolitik: Der Club entscheidet, wer reinkommt, um die Stimmung zu schützen. Tipps dazu in So kommst du an der Clubtür vorbei.
  • Keine Handys: In vielen Clubs wird die Kamera abgeklebt, damit getanzt und nicht gefilmt wird.
  • Freiheit und Respekt: die Tanzfläche als sicherer Ort für alle möglichen Menschen.

Berlin heute

Die Stadt hat sich verändert: Steigende Mieten und Bauprojekte haben viele Clubs zum Schließen oder Umziehen gezwungen. Trotzdem ist Berlin weiter die Welthauptstadt des Techno und ein Pilgerort für alle, die dieses Genre lieben.

Was dieses Wochenende in der Stadt läuft, findest du unter Techno in Berlin, alle Clubs unter Techno-Clubs in Deutschland.

Häufige Fragen

Warum ist Berlin die Hauptstadt des Techno?

Weil nach dem Mauerfall 1989 die leeren Gebäude im Osten zu Partyorten und Clubs wurden und Techno zum Soundtrack der Wiedervereinigung wurde.

Was ist der bekannteste Techno-Club in Berlin?

Das Berghain, eröffnet 2004, ist der bekannteste. Der Tresor, eröffnet 1991, ist der geschichtsträchtigste.

Wann begann die Love Parade?

Im Juli 1989 als kleine Demo, organisiert von Dr. Motte in Berlin.

Titelbild: Gunnar Klack, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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